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Presse & Bilder:

 
Garmisch-Partenkirchner Tagblatt vom 3.11.2006
Von Tanja Brinkmann

Tunnel-Planer mit Rücksicht aufs Tierheim


Die Sorge war groß. Nachdem die ersten Pläne des künftigen Kramer-Tunnels veröffentlicht worden waren, fürchtete Tessy Lödermann gar um die Existenz des Tierheims. Jahrelanger Schwerlast-Verkehr auf der schmalen Straße vor der Einrichtung am Esel hätten nicht nur Staub, Dreck, Steinschlag und Lärm bedeutet, sondern auch die zahlreichen Besucher, Gassi-Geher sowie die frei laufenden Hunde und Katzen enorm gefährdet. „Wir haben uns im Vorfeld massiv gerührt", erinnert sich die Vorsitzende des Tierschutzvereins im Landkreis Garmisch-Partenkirchen an Zeiten, in denen sie „wie ein Weltmeister telefoniert hat."
Mit Erfolg: Ein Gespräch mit Albert Ganser und Werner Hüntelmann vom Straßenbauamt Weilheim zeigte, dass beiden die enorme Bedeutung des Tierheims durchaus bewusst ist. „Im Vorfeld gibt es viele Missverständnisse", weiß Ganser, zuständiger Abteilungsleiter der Behörde. „Die versuchen wir auszuräumen." Schließlich wolle man mit allen Beteiligten Lösungen finden, nur so könne das Vorhaben bis zur Ski-Weltmeisterschaft 2011 realisiert werden. Dem Vorstand des Tierschutzvereins erläuterten er und sein Mitarbeiter noch einmal den Trassen-Verlauf der 5,5 Kilometer langen Garmischer Umgehung. 3,6 Kilometer davon verlaufen im Berg. Sobald die Fahrzeuge wieder im Freien sind, „wollen wir - wo nötig - alles tun, was in unserer Macht steht, um entsprechende Lärmschutz-Maßnahmen zu errichten". Vorstellen könne er sich außerdem, das Tierheim auch während der Bau-Phase entsprechend abzuschirmen.
Eine zweite Frage, die sich Lödermann und ihren Mitstreitern stellte, war: Wohin mit dem Aushub. 500 000 Kubikmeter Gestein, vor allem Hart-Dolomit, werden insgesamt aus dem Berg gehauen, um Platz für die beiden Röhren zu schaffen. Deponie-Flächen sind rar. Dieses Problem hat auch Ganser erkannt, weshalb das Material - „80 bis 90 Prozent davon sind hochwertig wieder
Circa 1000 Kubikmeter Gestein pro Tag
verwertbar" - an die Baufirma abgegeben werden soll. Dieser Punkt werde in der Ausschreibung festgehalten, kündigte er an. Freilich falle das Gestein peu à peu an, erklärte Hüntelmann. „Wir rechnen mit etwa 1000 Kubikmeter Abfuhr pro Tag."
Einen „Silberstreif am Horizont" nannte Lödermann das Gespräch. Noch bricht sie allerdings nicht in Jubelschreie aus: „Wir warten ab, was im Planfeststellungsverfahren eingereicht wird, und sehen dann, ob wir noch was machen müssen." Ganser hegt jedoch keine Befürchtungen, dass hier noch etwas schief gehen könnte: „Wir suchen schließlich verträgliche Lösungen."

Garmisch-Partenkirchner Tagblatt vom 3.11.2006

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Garmisch-Partenkirchner Tagblatt vom 25.10.2006
Von Tanja Brinkmann

Bau-Beginn schon 2008
Kramer-Tunnel: Albert Ganser setzt auf „konstruktives Miteinander“

Garmisch-Partenkirchen -Albert Ganser ist überzeugt vom Projekt Kramer-Tunnel - und das nicht nur als Straßenbauer, sondern auch als Mensch, der sich für die Umwelt interessiert. „Ein Teil des Verkehrs kommt endlich aus Garmisch raus", erklärt der Bauoberrat, der am Straßenbauamt Weilheim für den Landkreis Garmisch-Partenkirchen zuständig ist. Die erforderlichen Eingriffe in die Natur, um dieses Ziel zu erreichen, seien nicht dramatisch.
„ Wenn alles optimal läuft, legen wir Anfang 2008 mit dem Bau des Tunnels los." Lediglich Klagen betroffener Anlieger könnten das „ehrgeizige Vorhaben" dann noch aufhalten. Mit Widerstand rechnet Ganser allerdings nicht: „Wir versuchen, bereits im Vorfeld alles im Gespräch zu klären". Das Miteinander aller Beteiligten beschreibt er als „sehr konstruktiv".
Albert Ganser
In dieser Schneise, die Albert Ganser hier zeigt, soll die Verbindung zwischen Tunnel und B 23 entstehen.


Gleich nach der Loisach am Saffer-Steinbruch sollen die Fahrzeuge künftig in die Röhre geleitet werden. „Dafür wird die Brücke über den Fluss um eine Spur verbreitert. "Wie die Anschlussstelle zwischen Burgrain und Garmisch gestaltet wird, sei noch völlig offen. Die Abstimmungen mit dem betroffenen Grundeigentümer Berthold Freiherr von Pfetten-Arnbach, der sich gegen den enormen Flächenverbrauch zu Lasten seines Areals sträubt (wir berichteten), laufen. Nach 3577 Metern kommt der Verkehr etwa 200 Meter oberhalb des Tierheims wieder ins Freie.
Vorhandene Schneise wird genutzt
Dort wird er dann über eine Brücke - „circa sechs Meter oberhalb der jetzigen Straße zur Maximilianshöhe" - zwischen der Einrichtung und dem THW-Gebäude mit fünf Prozent Längsgefälle gen Breitenau geführt, „Noch wissen wir nicht genau, was mit dem Tunnel-Ausbruch geschieht", sagt Ganser. Möglich sei, das Dolomit-Gestein - insgesamt fallen wohl aus beiden Röhren 500 000 Kubikmeter an - auf einer bislang nicht bestimmten Fläche zwischenzulagern oder, „die Bau-Firma nimmt es ab und verwertet es weiter".
Mit der Trasse zwischen südlichem Tunnel-Ausgang und Bundesstraße 23 berühre man kein FFH-Gebiet, unterstreicht er. „Vielmehr nutzen wir eine Schneise, die durch die Hochspannungsleitung bereits vorhanden und vorbelastet ist." Hinter der Breitenau mündet die Straße in den Reitweg, der um einige Meter nach Süden verlegt wird, und verläuft entlang dem US-Gelände in Richtung Herrgottsschrofen. „Wir versuchen hier, naturschutzfachlich wertvolle Bereiche auszusparen."
Nach der amerikanischen Wohnbebauung werde die Umfahrung links zum Schuster-Woldan-Grundstück weitergeführt. Dort entsteht auch der Kreisel mit zwei Rampen, über die die Fahrzeuge dann nach Garmisch, Grainau, Griesen und Österreich gelangen.
Jetzt laufen weitere Er-kundungs-Bohrungen. „Wir müssen ja wissen, wie der Berg aufgebaut ist und versuchen deshalb, ihn so gut es geht, zu durchleuchten", sagt Ganser. Bisher sei jedoch nichts aufgetaucht, „was wir nicht in den Griff bekommen". Außerdem werden die Planfeststellungsunterlagen für das 104-Mil-lionen-Euro-Projekt erstellt, um im Frühjahr 2007 das Planfeststellungsverfahren einzuleiten. Das Vorhaben ist ehrgeizig - dem widerspricht Ganser nicht: „Aber ich traue unserem Team zu, dass wir es schaffen.

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Garmisch-Partenkirchner Tagblatt, Montag 12.10.2006
von TANJA BRINKMANN

Für Reinhard Entorf gibt es derzeit nur eines „und das ist grünes Licht am Ende des Tunnels". Der zuständige Abteilungsleiter der Obersten Baubehörde im Bayerischen Innenministerium zeigte sich gestern bei der Trassen-Begehung vor Vertretern von Politik und Bürgerinitiative „2 Tunnel für Garmisch-Partenkirchen" zuversichtlich, dass die Ortsumfahrung durch den Kramer bis zur Ski-Weltmeisterschaft 2011 fertig ist. Dem konnte sein Kollege vom Bundesverkehrs-ministerium, Rolf-Werner Bartsch, nicht widersprechen: „Dieses Vorhaben und die Umfahrung von Saulgrub gehören zu den Projekten, die umgesetzt werden."

Baubesichtigung
Besichtigung des künftigen Nordportals des Kramertunnels am Steinbruch bei Schwaigwang (v. li.): Bürgermeister Thomas Schmid, Rolf-Werner Bartsch, Reinhard Entorf, Albert Ganser vom Straßenbauamt Weilheim, Helmut Schütz (Oberste Baubehörde), Günther Grafwallner, Leiter des Straßenbauamtes, Landrat Harald Kühn, MdB Alexander Dobrindt und Werner Hüntelmann (Straßenbauamt Weilheim). Foto: Josef Ostler

Entscheidend ist für Entorf, „dass jetzt alle Kräfte intensiv zusammenarbeiten". Bei der Realisierung des Kramer-Tunnels spiele nämlich der Zeitfaktor eine erhebliche Rolle: „Unter normalen Umständen würden wir es nicht bis zur Ski-WM schaffen." Daher müssten verschiedene Schritte wie Gesteins-Bohrungen, naturschutz-mäßige Betrachtungen, Grunderwerb und vieles mehr nicht - wie üblich - hintereinander, sondern parallel ablaufen. Nur so könne man den ehrgeizigen Zeitplan einhalten und Kühn mahnt: Weiteren Ausbau nicht vergessen
im Frühjahr 2008 mit dem Bau beginnen, unterstrich der Ministerialdirigent. Vor Ort wollten er und seine Kollegen einen Eindruck gewinnen. Vor allem den Bereich des Südportals, das am Rand der amerikanischen Liegenschaften entstehen soll, habe er bisher noch nicht gesehen. Den gestrigen Termin wertete Entorf auch als Zeichen, „dass wir uns bemühen, den Tunnel vorwärts zu bringen".
Die Anstrengungen der beiden Ministerien würdigen auch die Vertreter aus dem Landkreis. „Wir wissen, dass sie durch ihre jahrelange Verbundenheit zu Bayern einen wesentlichen Anteil daran haben", wandte sich Kühn an den Zuständigen der Bundesbehörde. Allerdings dürfe man die Frage des Nadelöhrs Oberau nicht außer Acht lassen, die Realisierung dieser Ortsumgehung sei ebenfalls „sehr wichtig für die Region". Dem konnte Entorf nur zustimmen: „Eine wirkliche Entlastung von Garmisch-Partenkirchen ist nur möglich, wenn auch der Oberauer Tunnel gebaut ist." Die Planung dieses Vorhaben sei allerdings, abgesehen von der finanziellen Frage, wesentlich komplizierter als der Kramertunnel. „Trotzdem ist es eigentlich gut gelaufen, erst Farchant, jetzt Garmisch und dann Oberau." Bei den Projekten im Landkreis „erreicht man finanzielle Größenordnungen wie sonst nirgends", unterstrich Bartsch. „Das liegt aber auch an der Topografie."
Dabei räumten alle Kommunalpolitiker ein, dass der jetzige Projektstand der Wiedereinstufung des Kramertunnels in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrs-wegeplans zu verdanken ist. „Das war der Grundstein für das, wo wir heute sind", unterstrich CSU-Bundestagsabgeordneter Alexander Dobrindt und ergänzte schmunzelnd: „Das war nicht immer ganz einfach, gerade da die Verhältnisse in Berlin oft wechseln." Dennoch habe Dobrindt die Gemeinde und auch die Bürgerinitiative immer sehr unterstützt, lobte Bürgermeister Thomas Schmid. „Uns stehen jetzt überall die Türen offen."

Tagblatt vom 12.10.2006

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Garmisch-Partenkirchner Tagblatt, Montag 12.10.2006
Von Andreas Beez

Das Nadelöhr bleibt


Aus der zaghaften Hoffnung ist eine echte Chance erwachsen - mit dem Ortstermin gestern am Fuße des Kramers haben die Vertreter der Behörden von Bund und Freistaat untermauert, dass sie es ernst meinen mit der Eröffnung des Tunnels noch vor der Ski-WM 2 011.
Das sind zweifellos gute Nachrichten für die Garmischer. Thomas Schmid preist zu Recht die tolle Gemeinschaftsleistung von Bürgern und Politikern: Das Bündnis für die Umgehungs-straße kann stolz sein auf das Erreichte - allen voran ein hyper-aktiver Rathauschef, der seinen eigenen Mitarbeitern, den amtlichen Ansprechpartnern in Weilheim, München und Berlin solange penetrant auf die Nerven gegangen ist, bis sich endlich etwas rührte. Der WM-Zuschlag von Vilamoura dürfte freilich ein Pfund gewesen sein - aber man muss auch erstmal vernünftig damit zu Wuchern verstehen.
Vielleicht mag die Trasse nicht jedem passen, womöglich kristallisieren sich bei der Detailplanung noch einige Schwachstellen heraus - doch unterm Strich zählt vor allem eins: dass der Tunnelbau endlich begonnen und nicht noch weitere Jahrzehnte zerredet wird.
Allerdings: Es bleibt ein Wermutstropfen im Freudenbecher - und der könnte auch den Garmisch-Partenkirchnern die Galle überlaufen lassen: Der Kramertunnel allein wird Stau-Chaos bei der Ski-WM nicht verhindern. Das könnte nur mit der gleichzeitigen Realisierung der Oberauer Westumfahrung gelingen - und eigentlich gehört auch der Ausbau des Nadelöhrs zwischen Autobahnende und Oberau dazu. Wie sensibel die schmale Hauptverkehrsader ist, offenbaren derzeit die Sanierungsarbeiten.
Es mag ja prima sein, dass die Ski-Fans aus München 2011 nicht mehr über die Zugspitzstraße zur Kandahar tuckern müssen.
Nur: Bevor sie das Portal zum 100-Millionen-Tunnel überhaupt zu Gesicht bekommen, haben sie sich im Stau- Chaos schon 100 Millionen Mal schwarz geärgert.
Garmisch-Partenkirchen soll zu einem Ski-Mekka in den Alpen ausgebaut werden, das hat Bayerns engagierter Wirtschafts-minister Erwin Huber versprochen. Dazu muss er vor allem eins tun: bei seiner Bundesregierung für Oberau kämpfen


Tagblatt vom 12.10.2006

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Unser Kommentar zur Stellungsnahme der SPD zum Kramertunnel
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Eine Reihe schützenswerter Feuchtbiotope dürfte auf der Trockenschotterebene der Breitenau kaum zu finden sein. Die nasse Stelle nördlich des Radwegs entstand durch die Verdichtung des den Abfluss hindernden Wegkörpers und ist später problemlos reproduzierbar. Große Bereiche der zukünftigen Straßentrasse wurden in den 50er bis 70er Jahren als Schuttabladeplatz genutzt. Eine der gegenwärtig vorgesehenen Trasse nahezu identische Linienführung wurde 1980 vom Bund Naturschutz gefordert. Siehe die Skizze. Die A-Lösung mit einem Kreisel auf dem Schuster-Woldan-Grundstück stand vor dem Sommer 2006 nie zur Diskussion. Der Strasse fällt weder der Kletterfelsen "Frosch" zum Opfer, noch wird das Naherholungsgebiet am Hergottsschrofen beeinträchtigt. Der Zugang ist weiterhin durch den vor den Lärmschutz-Wall verlegten Radweg gesichert.

Sicherlich wäre eine Verlängerung des Tunnels bis zum Kasernengelände statt des offenen, zum Teil auf einer Rampe, zum Teil eingehaust verlaufenden Anstiegs mit 5 % Steigung wünschenswert. Wichtiger aber ist den Tausenden Anliegern der B 23 im Ort und vielen Gästen, die von Lärm und Abgasen belästigt werden, eine schnelle Realisierung des geplanten Tunnels.

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Silberne Bürgerplakette verliehen

Zu Beginn der Gemeinderatssitzung am 7.09.2006 im JUZ (anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Jugendzentrums) konnte 1. Bürgermeister Thomas Schmid zwei verdienten Bürgern von Garmisch-Partenkirchen die Silberne Bürgerplakette des Marktes Garmisch-Partenkirchen überreichen:

Ehrung
Ursel Kössel und Hans Sedlmaier wurden stellvertretend für alle Mitglieder der Bürgerinitiative für ihr enormes persönliches Engagement als Initiatoren von "2 Tunnel für Garmisch-Partenkirchen" mit der Silbernen Bürgerplakette geehrt.

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Garmisch-Partenkirchner Tagblatt, Montag 4.9.2006
Von Andreas Beez

Dobrindt kontert: „Umgehung ist Umweltschutz für die Menschen“
Bundestagsabgeordneter will erneut mit Minister Tiefensee reden

Garmisch-Partenkirchen – Allen hartnäckigen Widerständen zum Trotz (siehe Bericht rechts) drängt der heimische Bundestagsabgeordnete Alexander Dobrindt (CSU) weiter auf eine zügige Realisierung des Kramer-Tunnels. In dieser Woche werde er ein weiteres Gespräch mit Bundes-Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) führen, um ihn von der Notwendigkeit des Projekts zu überzeugen. Von seiner Entscheidung hängt es ab, ob Berlin die erforderlichen Millionen für das Garmisch-Partenkirchner Vorhaben lockermacht oder aber anderen Bauvorhaben in der Republik Vorrang einräumt. Mitarbeiter des Ministeriums bewerten die Chancen fürs Werdenfelser Land mit „50 zu 50“. „Ich werde nochmal bei Herrn Tiefensee nachhaken“, sagte Dobrindt.
Unstrittig ist: Ohne Geld vom Bund wird es die Garmischer Entlastungsröhre mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht geben – weder vor der alpinen Ski-WM 2011 noch danach.
Für den wirtschaftspolitischen Sprecher der CSU-Landesgruppe im Bundestag gibt es zu der Umgehung keine Alternative. Zwar müssten „natürlich die Belange des Naturschutzes und die Interessen einzelner Betroffener“ berücksichtigt werden. Allerdings sei die geplante Baumaßnahme „auch in hohem Maße Umweltschutz für die Menschen“. Dies dürfe man in der Diskussion nie vergessen, erklärte Dobrindt gegenüber dem Tagblatt.
Auch Bürgermeister Thomas Schmid (CSU) hofft auf eine positive Nachricht aus Berlin – und zwar möglichst rasch. Doch selbst wenn die ersehnte Zusage noch einige Zeit auf sich warten ließe – das könnte der Rathauschef wohl verkraften. Es sei zwar wünschenswert, die neue Straße noch bis zur Weltmeisterschaft einzuweihen, hat Schmid bereits mehrfach erklärt. Viel entscheidender sei allerdings, den Zuschlag für die WM strategisch zu nutzen, um das lebenswichtige Verkehrsprojekt in Berlin und München voranzutreiben. Seine Hoffnung: Mit einem Großereignis vor Augen sind die Minister vielleicht eher mal bereit, ein paar Millionen herauszurücken.

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Garmisch-Partenkirchner Tagblatt, Montag 4.9.2006

Kramer: Widerstand gegen
die Tunnel-Trasse

Gutsbesitzer und Naturschützer drohen mit Einspruch
Garmisch-Partenkirchen – Mit den Garmisch-Partenkirchner Ortsumfahrungen beschäftigt sich Axel Doering seit Jahrzehnten. Am Sinn des Kramer-Tunnels will der Kreisvorsitzende des Bundes Naturschutz dabei nicht rütteln, allerdings stößt ihm die aktuelle Planung sauer auf. „Es ist mir ein völliges Rätsel, wie man hier Geld rauswirft. Das ist nicht akzeptabel.“ Schon jetzt kündigt er an, im Planfeststellungs-Verfahren, das Anfang 2007 eingeleitet wird, Einspruch einlegen zu wollen. Ein Schritt, den sich auch Berthold Freiherr von Pfetten-Arnbach vorbehält. Der enorme Flächenbedarf am nördlichen Eingang bei Burgrain gehe nämlich vor allem zu Lasten von Gut Schwaigwang, das ihm und seinen Schwestern gehört.

VON TANJA BRINKMANN

Die erhöhte Schleife, über die Kraftfahrer von Garmisch und Burgrain in den Tunnel gelangen, kostet ihn etwa einen halben Hektar seines Grundes und reicht sehr nahe an sein denkmal-geschütztes Anwesen heran. Dieser „wahnsinnige Flächen-Verbrauch“ stört den 72-Jährigen jedoch nicht nur aus persönlichen Gründen – „der Schutz unserer Privatsphäre ist natürlich ein berechtigtes Anliegen“ –, sondern auch unter Umwelt-Aspekten. „Daher haben wir uns schon frühzeitig Gedanken gemacht, wie man’s verkehrstechnisch lösen kann.“ Er votiert für einen Kreisverkehr und zitiert den Experten, den er hierfür zu Rate gezogen hat: „Die Leistungs-Fähigkeit eines zweistreifigen Kreisverkehrs mit zweistreifigen Zufahrten ist für die zu erwartenden Verkehrsmengen auch im nachmittäglichen Freizeitverkehr voll ausreichend.“ Mit Rückstaus in den Tunnel müsse nicht gerechnet werden, ist er überzeugt.
Diese Auffassung teilen die Fachleute vom Straßenbauamt Weilheim allerdings nicht. Nach drei Kilometern in der dunklen Röhre komme der Autofahrer wieder ins Helle, sei womöglich mit der Situation nicht vertraut und dann schnell überfordert, befürchtet Günther Grafwallner, Leiter der Behörde. „Ein Ortsunkundiger traut sich möglicherweise nicht gleich in den Kreisverkehr einzuscheren.“ Die Gefahr des Rückstaus bis in den Tunnel hinein gelte es aber unter allen Umständen zu vermeiden. „Schon im Vorfeld muss man darauf achten, dass wir eine Planung vorlegen, die verkehrssicher ist. Wir lösen das nicht so, weil es uns so gut gefällt.“
Das Gespräch mit von Pfetten-Arnbach und Vertretern der Umweltverbände, die bereits ihr Missfallen ausgedrückt haben, wolle sein Haus freilich trotzdem suchen. Zudem sei noch nichts endgültig entschieden, „jetzt bereiten wir gerade das Planfeststellungs-Verfahren vor“, sagt Grafwallner.
Ehe dieses eingeleitet wird, „warten wir darauf, dass die Mittel freigestellt werden“, sagt Rathaus-Sprecher Florian Nöbauer. Parallel dazu werde man mit von Pfetten-Arnbach und den Vertretern der Umweltverbände in Kontakt treten, „wir schauen, dass man einen Kompromiss findet“.
Daran liegt auch dem Gutsbesitzer. Schließlich „wollen wir uns nicht nur quer legen, sondern auch Alternativen aufzeigen“. Der Kreisverkehr jedenfalls, der ihm am nördlichen Tunnel-Eingang vorschwebt, spricht auch Axel Doering an. Der enorme, unnötige Grund-Verbrauch, das Abschneiden vom Naherholungsgebiet Herrgottschrofen und die Tatsache, dass Biotope und 13-D-Flächen von der Trasse beeinträchtigt sind, bewegen den Kreis-Chef des Bundes Naturschutz zu der Ankündigung: „Wir legen sicher Einspruch ein.“

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29.08.06, 06:25
Meldung von Radio Oberland
Bund Naturschutz kritisiert Trasse des Kramertunnels
Garmisch-Partenkirchen - Der Bund Naturschutz hat scharfe Kritik an der geplanten Trasse des neuen Kramertunnels in Garmisch-Partenkirchen geübt. Zu viele Gründe würden dagegen sprechen, so der Vorsitzende Axel Döring. Durch die Verlängerung der Trasse fehle die Verkehrswirksamkeit, außerdem würde das Naherholungsgebiet am Hergottsschrofen stark beeinträchtigt werden. Zudem hätte die geplante Trasse negative Auswirkungen auf das Überschwemmungsverhalten an den beiden Loisachbrücken. Bereits Anfang der 80er Jahre hatte die Regierung von Oberbayern die selbe Trassenführung aus diesen Gründen abgelehnt, so Döring. Der Bund Naturschutz wird jetzt Einspruch im Rahmen des laufenden Planfeststellungsverfahrens einlegen.
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08.08.06
Bericht aus der Kabinettssitzung:

Pressemitteilung als .pdf

Bayern unterstützt Ausbau des Wintersportzentrums Garmisch-Partenkirchen zur Ski-WM 2011
Ministerpräsident Stoiber: „Garmisch-Partenkirchen soll eines der besten Wintersportzentren der Alpen sein“ / Umfahrung mit dem Kramertunnel soll rechtzeitig zur Ski-WM fertig gestellt sein

Bayern will die alpine Skiweltmeisterschaft 2011 in Garmisch-Partenkirchen zu einem großen Erfolg machen und für einen dauerhaften Aufschwung der gesamten Wintersportregion nutzen. Das Kabinett hat heute beschlossen, wichtige Projekte in Garmisch-Partenkirchen finanziell zu unterstützen, um Bayern nach der Fußball-WM erneut als guten Gastgeber für ein internationales Weltsportereignis zu präsentieren. Bereits im Doppelhaushalt 2007/2008 sollen dazu Finanzmittel bereitgestellt werden. Nach den Worten von Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber hat Garmisch-Partenkirchen mit der Ski-WM die große Chance, zu den besten Wintersportorten in Österreich und der Schweiz aufzuschließen. Stoiber: „Garmisch-Partenkirchen kann mit der Ski-WM seinem hervorragenden Ruf als internationales Wintersportzentrum neuen Glanz geben. Bayern unterstützt Garmisch-Partenkirchen bei dem großen Ziel, einer der besten Wintersportorte der Alpen zu sein. Die Investitionen in die Ski-WM sind Investitionen in die Zukunft der ganzen Region, die über Jahrzehnte Erfolg haben werden.“

Für eine enge Zusammenarbeit des Freistaats mit Garmisch-Partenkirchen und eine optimale WM-Vorbereitung hat Ministerpräsident Stoiber ein Planungsteam Ski-WM 2011 eingerichtet und Wirtschaftsminister Erwin Huber mit der Leitung beauftragt. Huber kündigte heute konkret an, dass Bayern wichtige Infrastrukturvorhaben unterstützen will, die die Attraktivität der Region weit über die Ski-WM 2011 hinaus steigern werden. Dabei soll auch die Stellung Garmisch-Partenkirchens als das Leistungszentrum für alpinen Skisport in Deutschland weiter gestärkt und ausgebaut werden. Zentrale Projekte sind nach den Worten Hubers der Ausbau und die Beschneiung der großen Kandaharabfahrt, die zu einem Magnet für Skisportbegeisterte weit über die Region hinaus werden soll. Die Kreuzjochbahn soll für eine optimale Nutzung der Kandaharabfahrt zu einem modernen und leistungs-fähigen Skilift ausgebaut werden. Parallel dazu soll die Dreh- und Hornabfahrt als zentrales Trainingsgelände der Ski-WM 2011 sowie als weitere touristische Attraktion ausgebaut werden. Für moderne und attraktive Slalomwettbewerbe soll die Strecke am Gudiberg so ausgebaut werden, dass die Zuschauer im Garmischer Olympiastadion den kompletten Wettbewerb vom Start bis zum Ziel verfolgen können. Huber kündigte an, dass auch die Bahnanbindung des Skigebiets Garmisch-Partenkirchen verbessert werden soll. Huber: „Mein Ziel ist, dass noch mehr Skifahrer und Touristen vom Münchner Hauptbahnhof direkt auf die Skipiste fahren. Dazu wollen wir den Haltepunkt am Hausberg moderner und komfortabler machen.“

Die Staatsregierung wird die Realisierung der wichtigen Umfahrung von Garmisch-Partenkirchen mit dem Kramertunnel weiter offensiv unterstützen. Durch die Umfahrung mit dem Kramertunnel soll der Ortsteil Garmisch vom Durchgangsverkehr Richtung Ehrwald/Fernpass und vom Verkehr zu den Sportstätten und Skigebieten entlastet werden. Sie hat somit große Bedeutung für die Besucherzufahrt zur Ski-WM. Innenminister Dr. Günther Beckstein teilte heute im Kabinett mit, dass er bereits den Auftrag zur Planung des Kramertunnels gegeben hat. Beckstein kündigte an, dass der Freistaat Bayern diesen Planungsauftrag aus Landesmitteln vorfinanzieren wird. Als wichtigen Durchbruch bezeichnete es Beckstein, dass nach einem Spitzengespräch mit den US-Behörden die Trasse an der nördlichen Grenze innerhalb des US-Geländes und dann in einem Bogen zurück zur B23 geführt werden kann. Die US-Behörden haben angeboten, die für den Straßenbau benötigten Flächen aus der US-Liegenschaft zur Verfügung zu stellen. Als nächsten Schritt will Beckstein bei Bundesverkehrsminister Tiefensee erreichen, dass der Bund die notwendige Finanzierungszusage aus Sondermitteln bis zum 1. September 2006 gibt, damit der Zeitplan für die weitere Planung und den Bau der Umfahrung mit dem Tunnel eingehalten werden kann.

gez.
Rainer Haselbeck
Pressesprecher der Bayerischen Staatskanzlei


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Garmisch-Partenkirchner Tagblatt vom 31.7.2006

VON CHRISTIAN FELLNER

Kramer-Tunnel bringt neue Wege ins Skigebiet
Gemeinderat für die A-Linie


Garmisch-Partenkirchen - Vollgas lautet die Devise in Garmisch-Partenkirchen.
Denn wenn auch nur die kleinste Chance existieren sollte, dass der Kramertunnel im Januar 2011 fertig sein könnte, dann wollen die Gemeinderäte in keinem Fall diejenigen sein, die sich etwas vorzuwerfen haben, wenn es nicht klappt. Auf die so genannte A-Linie (wir berichteten) haben sich die Verantwortlichen mittlerweile auch mit den US-Behörden so weit verständigt, dass das Projekt Erfolg versprechend aussieht.
„ Sie haben sogar schon die Briefe losgeschickt, in denen sie schreiben, dass sie das Gelände zurückgeben", betonte Jörg Hahn, Leiter des Bauamts. Demnach wird der Zaun im nördlichen Bereich des Geländes zurückgebaut und Fläche bei den alten Offiziershäuser frei gegeben. Der Empfehlung des Bauausschusses, sich auf die Trasse entlang des Reiterwegs zum Hergottschrofen festzulegen, folgte der Gemeinderat einstimmig.
„ Dass diese Trasse nicht ganz unsere Wunschvorstellung war, ist klar, aber seien wir froh, dass wir endlich eine Linie haben, die die Amerikaner mittragen", warf Andreas Hutter (CSU) ein. Der Fraktionsvorsitzende verbreitete Optimismus. Viel Gegenrede gab es nicht. Hannes Kratz (Freie Wähler) stellte den Nutzen der A-Strecke für den Ort etwas in Frage. 'Und Hahn musste ihm in so weit Recht geben, als dass „der Entlastungsfaktor nicht so groß sein wird, wie bei der VE-Linie". Diese sollte nahe der Kreuzeckbahnstraße in die B 23 münden, wäre aber komplett unter amerikanischem Gebiet verlaufen.

Um die Situation so ideal wie möglich zu gestalten, haben sich die Gemeinderäte im Bauausschuss schon eine neue Variante der Anbindung überlegt. „Uns ist etwas eingefallen, was so schlecht nicht ist", versicherte Hahn. Demnach wird die Erschließung zum Skigebiet künftig über eine neue Kreuzeckbahnstraße laufen, „und das auf geradem Weg". Die alte Verbindungen mit dem Bahnübergang im Knick wird zu einem land-und forstwirtschaft-lichen Weg zurückgebaut. Dazu werde auch die St.-Martin-Straße verlängert, und zwar ab Mitte des US-Hotels „Edelweiß" unterir-disch bis hinter das Areal von TÜV und Isar-Amper-Werke. In der Detailplanung sei man in der Verwaltung aber freilich
„ Das ist nicht nur ein Strohhalm, an den wir uns jetzt klammern können, sondern ein ganzer Baumstamm."
Andreas Hutter
noch lange nicht angekommen, stellte Hahn klar.
Beruhigen konnte er Kratz auch, dass die Gemeinde nicht mit großen Probleme beim Bau des Tunnels durch private Interessen rechnet, da die Umgebungs-Trasse nur über zwei private Grundstücke verlaufe, ganz zu Beginn am Ortsende Burgrains und beim Zusammentreffen mit der B23. „Und das Straßenbauamt hatte sich zuletzt sehr stark einer fast identisch verlaufenen Linie genähert."
Nun gilt es also auf die Freigabe der mehr als 100 Millionen Euro durch den Bund zu warten. „Wenn das in den nächsten acht Wochen geschieht, haben wir noch eine Chance", orakelte Bürgermeister Thomas Schmid.


Anschluss der Tunneltrasse an die B 23 zwischen Schmölz und Untergrainau.


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Die SZ vom 20.7.06 Ortsumgehung für Garmisch !

Beckstein einigt sich mit US-Behörden über Trasse

Garmisch-Partenkirchen - Der Weg für den Bau einer Ortsumfahrung von Garmisch-Partenkirchen ist frei. Nach Angaben der Staatskanzlei vom Mittwoch in München konnte Innenminister Günther Beckstein (CSU) mit den US-Behörden eine Einigung über die Trasse erzielen. Danach stellen die US-Behörden die Flächen für den Straßenbau zur Verfügung. Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) sagte, das Ergebnis sei ein großer
Durchbruch für Garmisch- Partenkirchen und die dort stattfindende alpine Ski-WM 2011. Bürgermeister Thomas Schmid (CSU) sprach von einem „grandiosen Tag“ für seine Gemeinde: „Damit ist die Eröffnung der Umfahrung zur Ski-WM in realistische Nahe gerückt." Die rund 100 Millionen Eure teure Umfahrung mit dem Kramertunnel soll den Ortsteil Garmisch vom Durchgangsverkehr entlasten. Die Trasse verläuft in einem 3,6 Kilometer langen Tunnel unter dem Kramermassiv. Stoiber erklärte. der
Freistaat übernehme die Kosten für den Planungsauftrag. Jetzt müsse nur noch der Garmischer Gemeinderat zustimmen. Dies dürfte Formsache sein. Gleichwohl ist der Zeitplan sehr eng. Wie Schmid sagte, muss der Bund spätestens bis Jahresende ein Sonderprogramm für die Finanzierung des 100-Millionen-Projekts zusagen. Erst danach könne man das Planfeststellungsverfahren einleiten. Es muss noch 2007 abgeschlossen werden. Voraussetzung dafür ist, dass es zu keinen massiven Widersprüchen oder gar Klagen kommt. Die Bauzeit für den Tunnel beträgt drei Jahre. „Das alles ist
zu schaffen“, sagte Schmid, „aber es darf nichts dazwischen kommen.“
Anders sieht es beim Wanktunnel aus, der Umfahrung für Partenkirchen. Hier sind die Planungen längst nicht so weit gediehen wie für die Garmischer Umgehung sagte Schmid. „Den Wanktunnel kriegen wir nicht bis zur Ski-WM.“ Dennoch werde man weiter Druck machen. Cws

Süddeutsche Zeitung Nr. 165 /Seite 41 vom 20. Juli 2006


Karte mit der ungefähren Lage der neuen Trasse im Bereich der Anbindung an die B 23. Details wie die genaue Lage des Kreisels oder des Loisachübergangs liegen noch nicht vor. Auch nicht für die Verlängerung der St.-Martin-Straße und die Verlegung der Kreuzeckbahnstraße.
Plans

Plan des Straßenbauamts Weilheim (3MB)   hier geh's weiter  
Grobplanungen: Die Detailplanung obliegt dem Freistaat Bayern im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens unter Beteiligung der Gemeinden Garmisch-Partenkirchen und Grainau.

 

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Gleich mit einem Paukenschlag will die Bürgerinitiative
„ 2 Tunnel
für Garmisch-Partenkirchen“ nach der Winterpause erneut durchstarten.
Gemeinsam mit dem Ersten Bürgermeisters der Marktgemeinde, Thomas Schmid, landete ein Antrag an das Landratsamt, Abteilung öffentliche Sicherheit und Ordnung im Briefkasten am Rathausplatz. Mit diesem will man künftig Brummis ab 3,5 t die Ortsdurchfahrt verweigern. Die Änderung der Straßen-verkehrsordnung (StVO) durch den Bund zum 31.12.2005, die durch eine von Bayern gestartete Initiative zustande kam, macht’s möglich. Seit Beginn des Jahres können dadurch nun auf Strecken mit einem starken "Mautausweichverkehr" bereits Lkw über 12 Tonnen durch das neue Verbotsschild „Durchgangs-verkehr“ausgebremst werden. Da das in vielen Orten nicht reicht, soll der Ministerratsbeschluss auch für Transit-Lkw unter 12 Tonnen nach unten erweitert werden. Die Stadt München verhandelt diesbezüglich gerade mit der Bezirksregierung von Oberbayern, um am Sommer 2006 so den Mittleren Ring zu entlasten.
Hier schloss sich der Markt an und stellte den Antrag “die
Ortsdurchfahrten B2 und B23 für Transit-Lkw ab 3,5 Tonnen
mit dem neuen Verkehrszeichen „ Durchgangsverkehr“ zu
sperren, um die von Lärm und Abgasen besonders betroffenen
Anwohner an den Bundesstraßen zu schützen“. Dass sich der Lkw- Verkehr längst von den Autobahnen auf das Straßennetz
verlagert hat, steht für die „ Tunnel-Initiativler“ außer Frage.
„ Der Antrag ist richtig, da es aber in unserem Tal so gut wie keine Ausweichstrecken gibt, müssten die Berge großräumig umfahren werden und das kostet Zeit“, schätzt Hans Sedlmaier, gemeinsam mit Ursel Kössel Vorsitzender der Bürger-Initiative, ein.
„ Für uns ein unterstützendes Argument, die Tunnelbauten
zu forcieren, wieder auf die unzumutbare Verkehrssituation
aufmerksam zu machen“, ergänzt Kössel Über den Sachstand der erfolgten Bohrungen am Kramer, den Stand der Planungsmaßnahmen nach erneuten Verhandlungen
mit den Amerikanern und das weitere Vorgehen der
Initiative soll beim ersten Treffen 2006 beraten
werden. Dazu sind die Aktiven sowie alle interessierten Bürger
am Donnerstag, 23.3., 19.30 Uhr, in den Kurpark-Pavillon herzlich
eingeladen.


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Beckstein verspricht Delegation schnelles Handeln am Kramer

Von Maren Heussler

Ga-Pa Tagblatt

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Gstanzln waren nicht die einzige Form, in der rund 80 Garmisch-Partenkirchener ihrer Forderung nach dem Wank- und Kramer-Tunnel Ausdruck verliehen. Die Initiative „2Tunnel“, Bürgermeister Schmid und die Rathaus-Musi veranstalteten einen großen Wirbel vor dem Innenministerium. „Beckstein war sehr angetan, wie persönlich das ganze war“, glaubt Schmid, der dem Innenminister eine Petition überreichte, in der noch einmal um schnelles Minister BecksteinHandeln auf dem Weg zum Planfeststellungs-Verfahren gebeten wurde. Die Initiative „2Tunnel“ übergab 2000 neue Unterschriften und einen Stein vom Kramer, der 125 Millionen Jahre alt ist. „Solange wollen wir aber nicht warten“, warnte der kleine Karli Neff.
Mit frechen Sprüchen, Plakaten und Transparenten hinterließen die in den zwei Bussen mitgereisten Kinder einen bleibenden Eindruck – auch als sie ihr Leid schilderten, auf dem Weg zur Schule kaum über die stark befahrene Straße zu kommen. Andere Einzelschicksale hörte man von Geschäftsleuten, Vermietern und Senioren. Pfarrer Franz Sand betonte, dass die Kirche St. Martin 270 Jahre nicht überstanden habe, um jetzt vom Durchgangsverkehr in Mitleidenschaft gezogen zu werden.
Da beließ es Minister Beckstein nicht bei der Empfehlung, kräftig zu beten. Er machte zumindest den Garmischern Mut, dass ihre Umgehung zum Greifen nahe sei: „In den nächsten Wochen oder Monaten wird es zu einer Abstimmung mit den Amerikanern, dem Bund und der Gemeinde kommen“, versprach der Politiker. Für den Wank-Tunnel konnte er da keine Prognosen abgeben – „da haben wir kein Planungsrecht“.
Becksteins optimistische Sichtweise wurde etwas relativiert vom Leiter der Abteilung Straßenbau, Reinhard Entdorf. Er betonte nochmals, dass neue Sicherheitsvorschriften des Bundes sowie die von der Gemeinde gewünschte Unterquerung der Breitenau den Kramer-Tunnel von 68 auf 130 Millionen Euro verteuern würden.
In der Zwischenzeit will man den Durchgangsverkehr auf anderer Ebene beikommen. Hans Sedlmaier, Garmischer Sprecher der Bürgerinitiative, erwähnte das Problem der Mautpreller von Südtirol, dem Außerfern und dem Allgäu. Beckstein gelobte, sich dessen anzunehmen, und auch die Initiative hat Pläne in diese Richtung. Demnächst will sie gemeinsam mit der Polizei auf Verkehrskontrolle gehen.
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Ga-Pa Tagblatt 7.Oktober 2005-10-14

 

Bohrkerne

Sicherheit schraubt Baukosten in die Höhe

Probebohrungen für Kramertunnel laufen

Garmisch-Partenkirchen – Seit sechs Wochen dringen am Fuße des Kramers gewaltige Maschinen in das Gebirgsmassiv ein. Sieben bis zu 200 m tiefe Bohrungen sollen Aufschluss über die geologischen und hydrogeologischen Verhältnisse im Betreich des geplanten Tunnels geben. Das Ergebnis wird im ersten Halbjahr 2006 ausgewertet.
Inzwischen werden die Kosten für die Ortsumgehung neu ermittelt. Sie wird aufgrund neuer Sicherheitsrichtlinien und zusätzlicher Forderungen der Amerikaner vermutlich erheblich teurer als geplant. Beim Bundesverkehrsministerium seien bisher 68,2 Millionen Euro angemeldet, sagte gestern Albert Ganser, BohrungenAbteilungsleiter im Straßenbauamt Weilheim. Die Röhren sollen teilweise unter US-Grund in der Breitenau verlaufen. Jetzt müsse ausgerechnet werden, was die Sicherheitsvorkehrungen kosten, welche die US-Behörden auf dem Militärgelände westlich von Garmisch verlangen. Für das Projekt besteht laut Bedarfsplan für Bundesfernstraßen „vordringlicher Bedarf“, die Umsetzung soll bis 2015 erfolgen. Wenn alle planerischen und finanziellen Hürden gemeistert sind, könne der Bau in drei bis vier Jahren durchgezogen werden, meint Ganser.

ProbebohrungDie Probebohrungen standen am Anfang unter keinem guten Stern. Am 22. August war die Baustelle am Kramerplateau eingerichtet worden. Einen Tag später musste die fünfköpfige Mannschaft wegen des Hochwassers evakuiert werden. Seither läuft alles wie geplant, versichert Heinrich Habersetzer vom Straßenbauamt. Die Entnahme der Gesteinsproben werde ungefähr noch drei Wochen dauern. es


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Ga-Pa Tagblatt
vom 10./11. Juli 2004:

Weiter am Ball
Initiative „2 Tunnel“ will Brief an Stoiber schreiben

Von Birgirt Botzenhart

Garmisch-Partenkirchen – Der bayerische Ministerpräsident wird demnächst einen Brief aus Garmisch-Partenkirchen erhalten, verfasst von der Bürgerinitiative „2 Tunnel“. Die Bayerische Staatsregierung soll Unterstützung leisten, damit auch der Wanktunnel wieder in die aktive Planung kommt. Beim Treffen der Runde im Kurparkcafé Adlwärth sind neue Aktionen geplant worden, die die Bürger auf die wichtigen Tunnelprojekte aufmerksam machen sollen.
Im Schreiben an Stoiber werden Fakten für sich sprechen. In den kommenden zehn Jahren wird mit 40 Prozent mehr Pkw- und 60 Prozent mehr Lkw-Verkehr gerechnet. Das ist das Ergebnis einer Studie, die unter der Leitung von Professor Wolfgang Seiler vom hiesigen Institut für Umweltforschung erstellt worden ist. Damit gerate auch das Prädikat „Heilklimatischer Kurort“ in Gefahr. Die Erschütterungen, die der Verkehr auslöst, beschädigten auch Kulturgüter wie Kirchen und geschützte Häuser.
Die erste Hürde sei zwar geschafft, denn der Kramertunnel „ist im vordringlichen Bedarf“, sagte Schriftführer Max Zitzmann. Im Herbst käme es aber darauf an, dass er auch in den Finanzierungsplan des Bundes für die nächsten fünf Jahre aufgenommen würde. 68,2 Millionen Euro sind für den Bau des Kramertunnels veranschlagt. Das Planfeststellungsverfahren ist von der Landesregierung aber noch nicht zum Beschluss geführt worden. Dafür ist das Straßenbauamt in Weilheim zuständig.
„Dort liegt der Wankplan in der Schublade, da zu wenig Personal und Mittel zur Verfügung stehen“, hat Vorsitzende Ursel Kössel nach einem Telefonat mit der Behörde erfahren. Die Staatsregierung könne daraufhin einwirken, diesen wieder in Bearbeitung zu bringen. „Wir sind noch nicht am Ziel“, mahnte Zitzmann. „Denn wir wollen, dass der Wanktunnel ebenso weitergeplant wird.“
Die Initiative ist auf weitere Hilfe angewiesen. „Der Druck muss auch von der Bevölkerung kommen“, mahnte Kössel. Zur deren Information ist ein Vortrag geplant, der noch im Juli stattfinden soll, ebenso eine Fahrradtour durch den Ort im September.

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Leserbrief
vom 10./11. Juli 2004:

Beim Kramertunnel mangelt es an Geld
Zum Artikel „Dem Kramertunnel droht die Verschiebung“,
vom 2. Juli:

„Nun haben wir es schwarz auf weiß, dass der Kramertunnel wieder verschoben werden soll. Es mangelt an Geld. Doch das ist noch nicht alles, wie der CSU-Bundestagsabgeordnete Alexander Dobrindt zu bedenken gibt. In der bisherigen Planung sind die hohen Sicherheitsbedürfnisse der US-Gemeinde am westlichen Ortsrand noch keineswegs berücksichtigt.
Wie sich Amerikaner aber ihre Sicherheit vorstellen, zeigt ihr neues Armee-Hotel (Fort) im Texas-Stil wie weiland gegen die Indianer. Wie schon kommentiert, muss man weiter am Ball bleiben und mehr auf das Wohl und Wehe unser amerikanischen Freunde achten – am besten mit zwei Spitzen wie im Fußball.

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Ga-Pa Tagblatt,
Montag, 5. Juli 2004
Nummer 152:

Bürgerinitiative will am Ball bleiben

Garmisch-Partenkirchen – Sie wollen nicht locker lassen trotz der wenig verheißungsvollen Nachrichten aus Berlin. Wie berichtet, hat der Deutsche Bundestag mit rot-grüner Mehrheit den Bundesverkehrswegeplan verabschiedet. Aus dem Oberland blieb der Kramertunnel im vordringlichen Bedarf, Oberau und Wank wurden zurückgestuft.
Die Mitglieder der Bürgerinitiative „2 Tunnel für Garmisch-Partenkirchen“ laden vor diesem aktuellen Hintergrund zu einem nächsten Treffen ein, auf dem das weitere Vorgehen besprochen wird. Sie wollen am Mittwoch. 7.Juli, ab 19:30 Uhr im Kurpark-Pavillon (Adlwärth) aber nicht nur über diese Entscheidung des Bundestags sprechen. Auch neue Aktionen sollen vorbereitet werden. Über einen Brief an den Bayerischen Ministerpräsidenten und alle Landtagsabgeordneten wird ebenso beraten wie über eine jüngst erfolgte Verkehrszählung. Alle interessierten Bürger sind eingeladen. eb


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Ga-Pa Tagblatt
vom 2. Juli 2004:

Dem Kramertunnel droht die Verschiebung
Neue Finanzlöcher im Verkehrsetat

Berlin – Es ist angekommen, wie von den verkehrsgeplagten Anrainern der Durchgangsstraßen befürchtet: Die rot-grüne Bundesregierung hat gestern Nachmittag mit ihrer Mehrheit im Bundestag den Bundesverkehrswegeplan so auf den Weg gebracht, wie er im Ausschuss vorbesprochen worden war. Im Ergebnis heißt das: der Kramertunnel ist im vordringlichen Bedarf, Wank- und Umfahrung Oberau sind es nicht.
Wirklich überrascht hat den Peißenberger CSU-Bundestagsabgeordneten Alexander Dobrindt diese Abstimmung gestern nicht. Abgelehnt worden waren seine Änderungsanträge, auch Wanktunnel und Oberau hochzustufen. Begründung: Dann würde noch mehr Geld für Verkehrsprojekte benötigt. „Was ja auch stimmt“.
Die „eigentliche Tragik“, so Dobrindt gestern in einer ersten Stellungnahme auf Anfrage des Tagblatts, liege darin, dass sich mit dem Haushaltsentwurf von Hans Eichel neue Finanzlöcher im Verkehrsbereich auftun. „Aus dem Haushaltsplan für die nächsten drei Jahre sollen noch einmal über 540 Millionen Euro genommen werden“, sagte Dobrindt – bei einem Gesamtvolumen von zehn Milliarden Euro.
Entsprechend sorgenvoll sieht der Abgeordnete die weitere Entwicklung, selbst beim Kramertunnel, der noch am weitesten in der Planung gediehen ist. Im Herbst nach der Sommerpause kommt es gewissermaßen zum Schwur für das Garmischer Verkehrsproblem. Dann wird der Finanzplan für fünf Jahre aufgestellt.
„Ich bin mir hier gar nicht sicher, ob der Kramertunnel darin aufgenommen wird“, sagte Dobrindt. Das Planfeststellungsverfahren sei noch nicht abgeschlossen. Insbesondere die Frage, wie und wann eine Einigung mit den Amerikanern zu erzielen ist, sei noch offen. Bekanntlich hat die US-Gemeinde im Garmischer Westen erhöhte Sicherheitsbedürfnisse, die sie erfüllt sehen möchte.
„Hilfreich wäre ein funktionierendes Maut-System, das pro Jahr 2,3 Milliarden Euro einbringen soll. Hilfreich könnte aber auch ein zügiges Weiterplanen sein – zumindest eines schönen Tages. „Es ist immer möglich, dass sich ein Fenster auftut“, sagte Dobrindt und verwies auf das Beispiel Farchant. Auch mit den UMTS-Milliarden vor ein paar Jahren hätte vorher niemand gerechnet.

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Kommentar Zügig planen
Von Johann Stoll
In fünf Jahren, sagte der Grüne Albert Schmidt, werde er durch den Kramertunnel fahren. Leider nichts als leere Worte. Der vermeintliche Rückenwind einer Ski-WM ist inzwischen im sonnigen Miami zum Erliegen gekommen. Viel schlimmer aber sind die immer neuen Haushaltslöcher des Hans Eichel. Man muss sich nichts vormachen: Viele Straßenbauprojekte werden wohl noch auf die lange Bank geschoben werden (müssen).
Trotzdem – das Gebot der Stunde heißt Weitermachen: mit zügiger Planung, damit alle Hausaufgaben erledigt sind, falls doch noch ein Geldregen niedergeht.

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